Der 16. Soke der Takagi Ryu, Kakuno Hachiheita, teilte die Schriftrollen der Takagi Ryu und des Kukishin Ryu Bojutsu. Sein Schüler Tsutsui Tomotaro erhielt die Takagi Ryu; Minaki Saburoji Masanori erhielt die Menkyo Kaiden der Takagi Ryu und wurde später Soke des Kukishin Ryu Bojutsu.
Nach dem Krieg befand sich Japan im Wandel, und Minaki passte sein Kampfkunsttraining der neuen Zeit an. Er zog sich in die Berge bei Kobe nahe dem Fumon-Wasserfall zurück, um zu meditieren und seinen Geist neu zu ordnen.
Seinen neuen Stil nannte er zunächst Fumon Yoshin Ryu, wenige Jahre später benannte er ihn in Hontai Yoshin Ryu um.
Neue Kata im Stehen
Für seinen Stil wählte Minaki die Takagi-Ryu-Techniken aus, die er als die wichtigsten ansah, und ordnete sie neu. Statt der knienden Techniken der Takagi Ryu schuf er Kata, die im Stehen ausgeführt werden: Gyaku no Kata, Nage no Kata und Oku no Kata.
Auch das Kodachi war immer ein wichtiger Teil der Schule. Soke Minaki trainierte Kyochi Ryu Sojutsu und Muto Ryu Kodachi. Ausgewählte Techniken der heutigen Hontai Yoshin Ryu stammen aus dem Kukishin Ryu Bojutsu – vor allem Chobo- und Hanbo-Techniken. Aus der Muto Ryu wurden vor allem Kodachi, Tanto Dori und Tachi Dori übernommen.
In den 1990er-Jahren entwickelte der 18. Soke, Inoue Tsuyoshi Munetoshi, zudem das Hontai Yoshin Ryu Iaijutsu, das heute fester Bestandteil dieser Tradition ist.